6. Dez. 2011
familie-und-beruf.jpg

Bundesweit gibt es sehr viele Menschen, die Familie haben und gleichzeitig die Herausforderung annehmen müssen, sich beruflich zu engagieren. Gerade bei Familien mit vielen Mitgliedern ist es fast schon obligatorisch, dass beide Elternteile arbeiten gehen, damit überhaupt der benötigte Lebensunterhalt verdient werden kann. Nicht immer kann dieser Spagat ohne Weiteres gelöst werden, da natürlich beide Bereiche sehr anspruchsvoll sein können. Nichtsdestotrotz schaffen es einige Tausend Männer und Frauen gemeinsam an einem Strang zu ziehen. In diesem Zusammenhang spielt sicherlich auch die Tatsache hinein, dass es nicht ausreichend Betreuungsplätze für Kinder gibt. So wird aktuell geplant, die Zahl der Betreuungseinrichtungen bis zum Jahr 2013 auf immerhin 750.000 zu erhöhen. Somit soll 1/3 aller Kinder, die jünger als drei Jahre sind, einen Betreuungsplatz erhalten können.

In derlei Hinsicht spielt also beim Thema Beruf und Familie vor allem die politische Zielsetzung eine wesentliche Rolle. Diese bestimmt zumindest darüber, ob und inwiefern die Menschen beide Lebensbereiche miteinander vereinbaren können. In der Realität ist es jedoch selten nur die politische Theorie, welche für neue Bahnen sorgt. So sieht es in der Praxis oftmals auch so aus, dass gerade Frauen auf dem Arbeitsmarkt schlechtere Karten haben, gerade weil sie sich nebenbei der Kindererziehung widmen müssen bzw. dies offenkundig auch möchten. Gerade an dieser Stelle sollten auch die jeweiligen Unternehmen an neue Vorgehensweisen denken, die man gemeinsam beschreiten kann. Nur so lassen sich Arbeit und Familie wirklich effektiv und für alle Beteiligten zufriedenstellend unter einen Hut bringen. Vor allem das zuständige Ministerium setzt darauf, dass die Unternehmen insgesamt familienfreundlicher werden. Unter dem Motto “Allianz für Familie” wird demnach versucht, vermehrt Unternehmer an einen Tisch zu bekommen, um dieses wichtige Thema konstruktiv und vor allem langfristig sinnvoll gestalten zu können.

Im Jahr 2006 wurde bereits eine ähnliche Initiative ins Leben gerufen. Diese ist unter der Bezeichnung “Erfolgsfaktor Familie” bekannt. Bereits 7.000 verschiedenen Unternehmen arbeiten darauf zu, dass sich die allgemeinen Bedingungen für Familien optimaler gestalten lassen. Natürlich profitieren bei derlei Zusammenschlüssen beide Seiten davon. Die Ursprünge dieser gesellschaftspolitischen Herausforderung gibt es seit dem 20. Jahrhundert. Seit dieser Zeit wird permanent versucht, die Ziele von Unternehmen und Familien miteinander in Einklang zu bringen. Hintergrund ist auch die bis Ende der 60er-Jahre übliche Handhabung, dass die Ehefrauen tagsüber alleine zu Hause blieben und nur die Männer für den Broterwerb zuständig waren. Mittlerweile weiß man, dass sich die Stellung der Frau grundlegend geändert hat. Hier hinein spielt auch das Thema Emanzipation, welches gerade während der 80er-Jahre recht kontrovers diskutiert wurde. Wichtig für eine Vereinbarkeit von Arbeit und Familie sind andauernde Gemeinsamkeiten.

Kategorie:      Beruf

Hinterlasse einen Kommentar