Immer wieder kommt es vor, dass Väter Zweifel an der Vaterschaft haben. Dies kann unterschiedliche Gründe haben, oftmals ist es auf das fehlende Vertrauen zwischen den Partnern zurückzuführen, beispielsweise wenn sie noch nicht lange ein Paar sind. Doch heutzutage ist es nicht schwierig, eine Vaterschaft zu prüfen. Dazu werden die sogenannten Abstammungsgutachten angefertigt, die auf einer Analyse der DNA basieren.
Die leibliche Vaterschaft ist generell sehr wichtig. Eine Umfrage aus dem Jahr 2004 hat ergeben, dass 93 Prozent der Männer die Akzeptanz des Kindes als das eigene davon abhängig machen, ob sie der biologische Vater sind (Quelle: aerztezeitung.de). Jährlich werden in Deutschland rund 30.000 Vaterschaftstests durchgeführt, rund 20 Prozent von ihnen liefern ein negatives Ergebnis und schließen somit eine Vaterschaft aus.
Wer sich bezüglich der eigenen Vaterschaft nicht sicher ist, kann also einen Test durchführen lassen. Dies wird vor allem in Erwägung gezogen, wenn ein Mann sich für oder gegen die Anerkennung der Vaterschaft entscheiden soll. Schließlich sind damit zahlreiche Rechte und Verpflichtungen verbunden. Wer die Vaterschaft für ein Kind anerkannt hat, ist offiziell ein Elternteil und muss beispielsweise für den Unterhalt des Kindes aufkommen. In der Regel haben die Eltern das gemeinsame Kind bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres zu unterstützen. Die Anerkennung der Vaterschaft ist auch eine Voraussetzung dafür, im Falle von Streitigkeiten das Umgangs- oder Sorgerecht für das gemeinsame Kind zu erkämpfen. Wenn sich ein Vater in solch einer Situation befindet, raten Experten, einen Anwalt für Familienrecht aufzusuchen. Dieser kann seinen Mandanten umfassend über seine Rechte aufklären und ihn bezüglich der weiteren Schritte beraten. Immerhin handelt es sich bei der Anerkennung der Vaterschaft um eine Entscheidung, die das Leben des potenziellen Vaters grundlegend verändern und einen großen Einfluss auf den weiteren Lebensweg haben kann.




