Schon bevor man bei einem Spielzeug auf das Herkunftsland oder Prüfzeichen wie das CE- oder das GS-Zeichen schaut, sollte man sich zunächst einmal auf die eigenen Sinne verlassen. Viele Spielzeuge mit schädlichen Inhaltsstoffen kann man bereits am Geruch erkennen, denn diese riechen häufig nach Chemikalien. Gleiches gilt für Abfärbungen, die sich schon beim Ausprobieren oder Anfassen im Laden zeigen. Diese Produkte sind meistens nicht für Kinder geeignet und sollten deshalb auch nicht gekauft werden. Sollte man sich vor dem Kauf eines Produktes nicht sicher sein, so kann man im System Rapex des Europäischen Verbraucherzentrums nachschauen, die Warnmeldungen zu gefährlichen Produkten veröffentlichen. Alleine im Jahr 2009 wurden fast 1.700 Warnmeldungen ausgesprochen, und viele davon betrafen Spielzeuge, die dann vom Markt genommen wurden.
Für die Gesundheit und die Entwicklung von Kindern sind Spielzeuge ohne Schadstoffe wesentlich besser, denn diese können auch mal in den Mund genommen werden, was insbesondere bei Kleinkindern und Babys ein ausgeprägter Reflex ist. Bei schadstofffreien Spielzeugen können Kinder dies ohne Gefahr tun, während ganz besonders Spielzeuge aus PVC häufig mit Weichmachern behandelt sind, die nachweislich schädlich sind. Im Trend liegen von daher zurzeit Spielzeuge aus natürlichen Materialien wir Holz oder Naturstoffen wie Baumwolle, die zu Spielzeug verarbeitet werden. Hier sollte man auf den Öko Tex Standard 100 achten, denn dieser garantiert, dass bei der Produktion von zum Beispiel Stofftieren die entsprechenden Grenzwerte eingehalten werden.
Die Liste der Schadstoffe, die in Spielzeug enthalten sein kann, ist fast unendlich lang und beinhaltet Dinge wie Azofarbstoffe, Phthalate, Bisphenol A, zinnorganische Verbindungen und viele andere. Oftmals reichen schon geringste Mengen, um das Krebsrisiko zu erhöhen, und da Kinder sehr sorglos mit diesen Dingen umgehen, sollte man sie dieser Gefahr gar nicht erst aussetzen. Und schadstofffreie Spielzeuge müssen dabei nicht teurer sein als schädliches Spielzeug. So bekommt man ein Öko-Puppenhaus aus Holz schon für um die 150 Euro, womit der Preis sich in einem guten Mittelfeld bewegt, dafür aber ohne Schadstoffe gefertigt ist.




