Die meisten Eltern im westeuropäischen Raum entscheiden sich für den Kauf eines Kinderwagens zum Transport des Babys. Daneben geht ein zunehmender Trend Richtung Babytragen, denn diese kommen den Bedürfnissen eines Säuglings besonders entgegen. Außerdem haben sie sich als praktische Alltagshelfer bewährt, in denen ein schreiendes Baby relativ schnell zur Ruhe kommt und die dem tragenden Elternteil zudem genügend Bewegungsfreiheit lassen. Gewebte Tragetücher sind die ursprünglichste Form der Babytragen, sie sind überall auf der Welt bekannt. Ab dem 1. Lebenstag können Säuglinge in einem korrekt nach Anweisung gebundenen Tuch getragen werden, ohne die Gefahr von Rücken- oder Hüftschäden. Aber auch Kleinkinder lassen sich oft noch gern mit diesen Transporthilfen tragen, die Standardgröße von 4,60 m Länge lässt dies auch problemlos zu. Elastische Tragetücher können je nach Modell für Kinder bis zu einem Gewicht 9 beziehungsweise 15 kg zum Einsatz kommen. Sie sind mehr als 5 m lang, da man sie 3-lagig binden muss. Wem die Bindetechniken für die Tragetücher nicht liegen, der kann sich auch ein Tuch mit als Schnalle fungierenden Ringen anschaffen, das einfach und schnell anzulegen ist. Die meisten Tragetücher sind bei 60 Grad waschbar, sodass eine Grundhygiene gewährleistet ist.
Tragesäcke sind eine beliebte Alternative zu den Tragetüchern. Die Bindetechniken eines Tragetuchs sind für einige ungeduldige Menschen im Alltag schlecht durchführbar, sodass diese sich lieber nach einer anderen Tragemöglichkeit umsehen. Allerdings muss bei den Tragesäcken besonders darauf geachtet werden, dass diese orthopädisch unbedenklich sind – für Baby und Träger. Wirbelsäule und Hüfte des Babys sind noch sehr empfindlich, einige Tragesäcke fördern Fehlbildungen. Um ein medizinisch geprüftes und für gut befundenes Modell zu finden, können junge Mütter sich bei ihrer Hebamme erkundigen. Das ausgewählte Produkt sollte über einen breiten Steg zwischen den Beinen verfügen, der die Spreiz-Anhock-Stellung unterstützt. Außerdem darf das Baby in seiner Trage nicht ins Hohlkreuz fallen. Viele Babytragen werden von 0 bis 36 Monaten empfohlen, doch je schwerer das Kind wird, desto wichtiger ist die Bequemlichkeit für den Tragenden. Drückende Knöpfe und Nähte sollten beim Kauf ein Ausschlusskriterium sein, die Gewichtslast muss sich bei rückenfreundlichen Varianten angenehm über möglichst breite Träger verteilen.
Babys lieben es, die Körperwärme von Mutter oder Vater zu spüren. Sie lauschen auf den Herzschlag und sogar auf die Magen- und Darmgeräusche des Tragenden, sie fühlen sich dadurch beruhigt. Auch der vertraute Geruch der Eltern setzt ein wichtiges Signal für das noch sehr kleine Kind: Es fühlt sich geborgen und beschützt. Ein Kinderwagen kann all diese Dinge nicht leisten, er ist einfach nur ein praktisches Transportmittel. Mit Babytragen kommt man erwiesenermaßen den natürlichen Bedürfnissen des Babys entgegen. Obwohl der längere Gebrauch einer solchen Trage durchaus auch anstrengend sein kann, empfinden Eltern die Tragehilfen zumeist ebenfalls als angenehm. Sie haben ihr Kind ständig in ihrer direkten Nähe, können sich aber trotzdem noch relativ frei bewegen und beide Hände benutzen.




